What others say or write often captures much better what we might try to say, they just got the right words. Here is a choice of my favourite citations.
Es gibt kein richtiges Leben im Falschen. (Theodor W. Adorno)
Geliebt wirst du einzig, wo du schwach dich zeigen darfst, ohne Stärke zu provozieren. (Adorno)
Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen. (Adorno)
Kunst ist Magie, befreit von der Lüge, Wahrheit zu sein. (Adorno, Minima Moralia)
Liebe ist die Fähigkeit, Ähnliches an Unähnlichem wahrzunehmen. (Adorno)
Wer denkt, ist nicht wütend. (Adorno)
Furchtbares hat die Menschheit sich antun müssen, bis das Selbst, der identische, zweckgerichtete, männliche Charakter des Menschen geschaffen war. (Horkheimer / Adorno; Dialektik der Aufklärung)
Das Halbverstandene und Halberfahrene ist nicht die Vorstufe der Bildung, sondern ihr Todfeind. (Adorno)
Der Blick auf mögliche Vorteile ist der Todfeind der Bildung menschenwürdiger Beziehungen. Adorno)
Keine Verbesserung ist zu klein oder geringfügig, als dass man sie nicht durchführen sollte. (Adorno)
Der Distanzierte bleibt so verstrickt wie der Betriebsame; vor diesem hat er nichts voraus als die Einsicht in seine Verstricktheit und das Glück der winzigen Freiheit, die im Erkennen als solchem liegt. (Adorno, Minima Moralia)
Donner de l’amour, c’est vouloir donner quelque chose qu’on n’a pas à quelqu’un qui n’en veut pas. (Jacques Lacan)
C’est notre imagination qui est responsable de l’amour, pas l’autre personne. (Marcel Proust)
Die Liebe ist ein Kieselstein, der in der Sonne lacht. (Jacques Lacan)
Nicht minder kann ich (…) nicht daran zweifeln, dass ich gerade wenn ich mich dabei (wenn ich mich bestimme, das zu werden, was ich bin) verliere, eben darin bin. (Jacques Lacan)
Die Wahrheit ist nichts anderes als das, wovon zu wissen das Wissen erst lernen kann, wenn es sein Unwissen wirken lässt. (Lacan, Subversion des Begehrens…)
Cinque anatre andavano a sud:
forse una soltanto vedremo arrivare,
ma quel suo volo certo vuole dire
che bisognava volare. (Francesco Guccini, song Cinque anatre)
Freundschaft ging für ihn (Derrida) per definitionem damit einher, dem Gegenüber einen Ort außerhalb der Reichweite des eigenen Willens zuzugestehen. „Ich lasse dich, ich will es so, …die schönste und unvermeidlichste aller Liebeserklärungen.“ (Derrida, zitiert nach Schreiber (Daniel Schreiber, Allein, 54)
…memories are not recordings but stories we retrieve from the compost heap that is our long-term memory; we construct these stories to make sense of the events we have experienced. (Bruce Hood, The self illusion, 161)
Der Andere spricht. (Emmanuel Levinas)
All I can do is tell the truth. No, that isn’t so – I have missed it. There is no truth that, in passing through awareness. Does not lie. But one runs after it all the same. (Lacan, Seminar XI, S.vii)
Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt. (Ludwig Wittgenstein)
Life is full of pain. Let the pain sharpen you, but don’t hold on to it. (Trevor Noah, Born a crime)
… life brings one back to points in oneself, to that place where the check is, over and over again in different ways, saying without words: this is a place where you could learn if you wanted to. (Doris Lessing, The four-gated city, 518)
There are known knowns. These are things we know that we know. There are known unknowns. That is to say, there are things that we know we don’t know. But there are also unknown unknowns. There are things we don’t know we don’t know. What he (Donald Rumsfeld) forgot to add was the crucial fourth term: the ‘unknown knowns’, things we don’t know that we know – which is precisely the Freudian unconscious, the ‘knowledge that doesn’t know itself’ as Lacan used to say, the core of which is fantasy. (Slavoy Žižek, How to read Lacan)
We reinterpret our failures as successes. We think we are above average on good attributes and not like others when it comes to behaving badly. (Bruce Hood, The self illusion, xii)
If you think about what our species would be like without loneliness, it would not be nearly as endearing a species. Loneliness, which compels us to bond with others, gives us what we call Humanity. (Stephanie Cacioppo)
I can’t tell you something you don’t know. (Doris Lessing)
Sprache ist lichtend-verbergende Ankunft des Seins selbst. (Heidegger, 1976, S. 326)
Doch wer ist so gebildet, dass er nicht seine Vorzüge gegen andere manchmal auf eine grausame Weise geltend machte! (J.W. Goethe, Die Wahlverwandtschaften)
Perhaps the maker (of a little path) wanted it to remind us that our footprints, like the happy days of our lives, disappear with the first gust of wind, without leaving any trace at all. (Dai Sijie, Once on a moonless night, 197)
Man darf die anderen nicht zu Bausteinen des eigenen Lebens machen, zu Wasserträgern beim Rennen um die eigene Seligkeit. (Pascal Mercier, Nachtzug nach Lissabon, 656)
Was könnte es heißen, uns im Ärger so zu erziehen und zu bilden, dass wir uns seine Erkenntnis zunutze machten, ohne seinem Gift zu verfallen? (Pascal Mercier, Nachtzug nach Lissabon, 610)
For lust of knowing what should not be known, we take the Golden Road to Samarkand. (James Elroy Flecker)
Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung. (Heraklit von Ephesos)
The fact that we live at the bottom of a deep gravity well, on the surface of a gas-covered planet going around a nuclear fireball ninety million miles away and think this to be normal is obviously some indication of how skewed our perspective tends to be. (Douglas Adams)
Loneliness is the human condition. Cultivate it. The way it tunnels into you allows your soul room to grow. Never expect to outgrow loneliness. Never hope to find people who will understand you, someone to fill that space. An intelligent, sensitive person is the exception, the very great exception. If you expect to find people who will understand you, you will grow murderous with disappointment. The best you’ll ever do is to understand yourself, know what it is that you want, and not let the cattle stand in your way. (Janet Fitch, White Oleander)
Erinnerung und Erwartung sind (…) intrinsisch verknüpft mit unseren Begehrens- und Angststrukturen, so dass sich vielleicht jeder biographische Lebensvollzug als Geschichte des Suchens nach >Resonanzoasen < und des Vermeidens von > Entfremdungswüsten< rekonstruieren lässt. (Hartmut Rosa, Resonanz, 196)
We live as we dream – alone. While the dream disappears, the life continues painfully. (Joseph Conrad, Heart of Darkness)
A definition is the enclosing a wilderness of ideas within a wall of word. Definitions are a kind of scratching and generally leave a sore place more sore than it was before. (Samuel Butler, The Note-Books of Samuel Butler, 1912)
The trouble with the world is that the stupid are cocksure and the intelligent full of doubt. (Bertrand Russell)
(…) I, even now, persist in believing that these black marks on white paper bear the greatest significance, that if I keep writing I might be able to catch the rainbow of consciousness in a jar. (Jeffrey Eugenides, Middlesex, 297)
The eyes of others our prisons; their thoughts our cages. (Virginia Woolf)
Unter dem Blick des anderen erlebe ich mich wie erstarrt inmitten der Welt, wie in Gefahr, wie einer, dem nicht zu helfen ist. (Jean-Paul Sartre)
Und Sie dürfen sich nicht beirren lassen in Ihrer Einsamkeit, dadurch, daß etwas in Ihnen ist, das sich herauswünscht aus ihr. Gerade dieser Wunsch wird Ihnen, wenn Sie ihn ruhig und überlegen und wie ein Werkzeug gebrauchen, Ihre Einsamkeit ausbreiten helfen über weites Land. Die Leute haben (mit Hilfe von Konventionen) alles nach dem Leichten hin gelöst und nach des Leichten leichtester Seite; es ist aber klar, daß wir uns an das Schwere halten müssen; alles Lebendige hält sich daran, alles in der Natur wächst und wehrt sich nach seiner Art und ist ein Eigenes aus sich heraus, versucht es um jeden Preis zu sein und gegen allen Widerstand. Wir wissen wenig, aber daß wir uns zu Schwerem halten müssen, ist eine Sicherheit, die uns nicht verlassen wird; es ist gut, einsam zu sein, denn Einsamkeit ist schwer; daß etwas schwer ist, muß uns ein Grund mehr sein, es zu tun. Und wenn wir wieder von der Einsamkeit reden, so wird immer klarer, daß das im Grunde nichts ist, was man wählen oder lassen kann. Wir sind einsam. Man kann sich darüber täuschen und tun, als wäre es nicht so. Das ist alles. Wieviel besser ist es aber, einzusehen, daß wir es sind, ja geradezu, davon auszugehen. (Rainer Maria Rilke in Briefen an Franz Xaver Kappus, 1904)
Reading is that fruitful miracle of a communication in the midst of solitude. (Marcel Proust)
…ciò che scappa di bocca non lo riprendi nemmeno con mille cavalli. (Francesca Melandri, Sangue giusto)
Guai alle figlie femmine dei padri senza amore: il loro è il destino delle maleamate. (Francesca Melandri, Eva dorme, S.27)
Se vuoi sapere chi sei, guarda come ti guardano gli altri. (Francesca Melandri, Sangue giusto)
… nel cuore insomma del deviatoio che rendeva possibile la rete ferroviaria italiana…. Non c’era nulla. Solo un piccolo, perfettissimo vuoto. (Francesca Melandri, Sangue giusto)
Davanti all’ennesimo ponte crollato, anche il più devoto dei pellegrini interrompe il viaggio. (Francesca Melandri, Sangue giusto)
Wenn sich der Mensch, die kleine Narrenwelt, gewöhnlich für ein Ganzes hält; (Mephisto in Faust, 1. Teil, Studierzimmer)
Thomas-Theorem: If men define situations as real, they are real in their consequences. (W.I. Thomas and D.S. Thomas, 1928)
Der Preis, den es (das Subjekt) für die Möglichkeit der Kommunikation bezahlt, besteht im Verlust eines sprachlosen Einsseins mit dem andern. (Peter Widmer, Subversion des Begehrens, 1997, 67)
Wanna fly, you got to give up the shit that weighs you down. (Toni Morrison, Song of Solomon, 222, Guitar about a peacock)
… non la sopporto la gente che non sogna … (Francesco Guccini, Cirano)
E quando sento il peso d’ essere sempre solo
Mi chiudo in casa e scrivo e scrivendo mi consolo
Ma dentro di me sento che il grande amore esiste
Amo senza peccato, amo, ma sono triste
Perché Rossana è bella, siamo così diversi
A parlarle non riesco (Francesco Guccini, Cirano)
Language is part of the armory of human resistance. (Wole Soyinka)
I feel cluttered when there is no time to analyze experience. That is the silt — unexplored experience that literally chokes the mind. (May Sarton)
Überhaupt sind Fehler nicht schlimm. Phrasen sind schlimm. (Michael Maar)
Das Wort finden, heißt also die Dinge selbst finden. (Friedrich Hebbel)
It is far better for a man to go wrong in freedom than to go right in chains. (Thomas H. Huxley)
There is another Loneliness
That many die without –
Not want of friend occasions it
Or circumstances of Lot
But nature, sometimes, sometimes thought
And whoso it befall
Is richer than could be revealed
By mortal numeral (Emily Dickinson)
Parting is inevitably painful … like an amputation. … It is as if in parting one did actually lose an arm. And then, like the star-fish, one grows it anew; one is whole again, complete and round – more whole, even, than before, when the other people had pieces of one. (Anne Morrow Lindbergh)
… there is always an element of uncertainty in interpersonal relationships which should preclude them from being idealized as an absolute or seen as constituting the only path toward personal fulfillment. (Anthony Storr, Solitude)
The capacity to be alone thus becomes linked with self-discovery and self-realization; with becoming aware of one’s deepest needs, feelings, and impulses. (Donald W. Winnicott)
Life and reading are not separate activities. When you read a great book, you don’t escape from life, you plunge deeper into it. (Julian Barnes)
Il linguaggio è perpetua creazione. (Benedetto Croce)
Durch denselben Act, vermöge welches der Mensch die Sprache aus sich heraus spinnt, spinnt er sich in dieselbe ein, und jede Sprache zieht um die Nation, welcher sie angehört, einen Kreis, aus dem es nur insofern hinauszugehen möglich ist, als man zugleich in den Kreis einer andren
Sprache hinübertritt. Die Erlernung einer fremden Sprache, auf die richtige Art benutzt, ist daher die Gewinnung eines neuen Standpunkts in der bisherigen Weltansicht, da jede das ganze Gewebe der Begriffe und der Vorstellungsweise eines Theils der Menschheit enthält. (Wilhelm von Humboldt)
Die Sprache steht eigentlich einem unendlichen und wahrhaft unbegrenzten Gebiete, dem Inbegriff alles Denkbaren gegenüber. Sie muss daher von endlichen Mitteln einen unendlichen Gebrauch machen, und vermag dies durch die Identität der gedanken- und spracherzeugenden Kraft. (Wilhelm von Humboldt)
Some doubt how much of Adeline was real: So well she acted, all and every part By turns – with that vivacious versatility Which many people take for want of heart. They err – ’tis merely what is called mobility, A thing of temperament and not of art, Though seeming so, from its supposed facility; And false – though true; for surely they’re sincerest Who are strongly acted on by what is nearest. (Lord Byron, Don Juan)
Ich lieb die Erde so wie auf der Reise den fremden Ort, und anders nicht. So spinnt das Leben mich an seinem Faden leise ins nie gekannte Muster fort. Bis plötzlich , wie der Abschied auf der Reise, die große Stille in den Rahmen bricht. (Hannah Arendt)
Loneliness is not solitude. Solitude requires being alone wheras lonliness shows itself most sharply in company with others. … the lonely man (eremos) finds himself surrounded by others wih whom he cabnot establish contact or to whose hostility he is exposed. The solitary man, on the contrary, is alone and therefore ‘can be together with himself’… In solitude … I am ‘by myself’, together with myself, and therefore two-in-one, whereas in loneliness I am actually one, deserted by all others. (Hannah Arendt, The Origins of Totalitarianism)
Nach dem ganzen vorigen Räsonnement kommt schlechterdings alles auf die Ausbildung des Menschen in der höchsten Mannigfaltigkeit an. (Wilhelm von Humboldt)
Identität ist eine Reise und kein Ort. (Sten Nadolny)
Steal yourself. (Margaret Atwood, The Handmaid’s Tale)
Erreichbar, nah und unverloren inmitten der Verluste blieb dies eine: die Sprache. Sie, die Sprache, blieb unverloren, ja, trotz allem. Aber sie mußte nun hindurchgehen durch ihre eigenen Antwortlosigkeiten, hindurchgehen durch furchtbares Verstummen, hindurchgehen durch die tausend Finsternisse todbringender Rede. Sie ging hindurch und gab keine Worte her für das, was geschah; aber sie ging durch dieses Geschehen. Ging hindurch und durfte wieder zutage treten, “angereichert” von all dem. (Paul Celan)
I never found the companion that was so companionable as solitude. (H.D. Thoreau, Walden)
If there indeed now exists unprecedented pressure to accentuate the positive, could it then be that the pressure itself to be happy and optimistic contributes to at least some forms of unhappiness? (Barbara S. Held)
When an ideology demands rigid and ritualistic thinking, it demands that we become some else. Someone less singular and unique, less curious, less free. (Leor Zmigrod, The ideological brain. A radical science of susceptible minds, 2025, 13)
La realtà non esiste finché qualcuno non la scrive. (Massimiliano Virgilio, Luci sulla città)